Wärmedämmung.
Ein Großteil der Heizwärme geht über die Außenhülle eines Gebäudes verloren. Je besser ein Haus gedämmt ist, umso wärmer bleibt's drinnen.
Gut gedämmt, viel gespart.
Wer mag sich in einem beheizten Raum schon gern an eine kalte Außenwand setzen? Mit einer Wärmedämmung kann die Behaglichkeit in einem Haus deutlich verbessert werden.
Darüber hinaus wird mit einer Dämmung die Gebäudehülle geschützt, weil weniger Feuchtigkeit eindringt und die Konstruktion geringeren Temperaturschwankungen unterliegt.
Kosten einer Wärmedämmung
Ein Wärmedämmverbundsystem für Außenwände kostet laut der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zwischen 80 bis 140 Euro pro Quadratmeter, wenn ein Fachbetrieb beauftragt wird. Eigenleistungen können die Kosten erheblich reduzieren, sollten aber nur von erfahrenen Personen erbracht werden. Arbeitsleistungen des Eigentümers werden von der KfW nicht gefördert.
Dämmmaterialien
Unterschiedliche Dämmmaterialien stehen zur Verfügung und bieten für jedes Bauteil spezifische Lösungen an. Es gibt sowohl organische als auch anorganische Dämmstoffe, jeweils auf Basis natürlicher oder synthetischer Rohstoffe.
Die Materialien unterscheiden sich aber auch in ihrer Wärmeleitfähigkeit. Für die dieselbe Dämmqualität müssen Dicke der Dämmung und Wärmeleitfähigkeit des Materials genau aufeinander abgestimmt werden.
Dämmsysteme
Ein klassisches System für das Dach ist die Zwischensparrendämmung mit Mineralfaserplatten. Aufsparrendämmungen mit PUR-Schaum oder Holzfaserplatten haben sich ebenfalls etabliert. Mit einer soliden Unterkonstruktion der Sparren kann aber auch Zellulose in die Lücken eingeblasen werden.
Fassadendämmung
Bei Außenwänden unterscheidet man zwischen so genannten „Vorhangfassaden“ und Wärmedämmverbundsystemen.
Vorhangfassaden sind vorgesetzte Systeme, die aus einer Unterkonstruktion mit Wärmedämmung und Hinterlüftungsspalt bestehen. Darauf kann eine Verkleidung der Fassade aus unterschiedlichen Materialien wie Holz, Schiefer, Naturstein, Klinker etc. angebracht werden.
Bei Wärmedämmverbundsystemen wird meist eine Polystrol-Hartschaumplatte auf eine Wand aufgebracht und gedübelt, anschließend ein Putzuntergrund aufgeklebt und die Wand verputzt und angestrichen. Neuere Systeme wie mit Vakuum-Isolationspaneelen oder Latentspeichermaterialien sind zum Teil noch in der Entwicklung, so dass es bislang keine Langzeiterfahrungen gibt.
Energieeinsparverordnung
Ob, wie und an welchen Stellen man ein Haus dämmt, entscheidet allein der Eigentümer, denn es besteht keine gesetzliche Verpflichtung dazu. Wer sich jedoch dafür entschieden hat, muss die Energieeinsparverordnung (EnEV) beachten, und einen Mindestdämmwert (U-Wert) für die Bauteile der Gebäudehülle einhalten. Die EnEV gibt hier Grenzwerte vor, die nach Aufbringen eines Dämmsystems eingehalten werden müssen. Dach, Außenwand, Kellerdecke etc. - jedes Bauteil hat spezifische Grenzwerte.
Artenschutz & Gebäudedämmung
Fassaden und Dächer sind beliebte Quartiere für heimische Vögel und Fledermäuse. Für eine nachträgliche Wärmedämmung eines Gebäudes ist das jedoch kein Hindernis, wenn die Tiere ein nahes Ersatzquartier gestellt bekommen. Wärmesanierungen und Artenschutz lassen sich so mit wenig Aufwand verbinden.
Beratung und Informationen finden Modernisierer in der BUND-Broschüre „Wärmesanierung und Artenschutz an Gebäuden“ oder direkt beim BUND Region Hannover.
Linkliste für weiterführende Informationen
Klima-Allianz | Klimafreundlich wohnen | Thema Dämmen
Infoportal für Mieter, Vermieter und Hauseigentümer der Stadt Hannover für klimafreundliches Wohnen
www.hannover.de/klimaschutzallianz/wohnen/index.html
dena | Zukunft Haus | Gebäudehülle dämmen
Dämmtipps und Modernisierungsratschläge rund um das energieeffiziente Sanieren.
www.zukunft-haus.info/de/verbraucher/energieeffizient-sanieren/massnahmen/daemmung.html
VPB | Experteninterview „Gut verpackt“
VPB-Präsident Dipl.-Ing. Thomas Penningh, Leiter des VPB-Regionalbüros Braunschweig, gibt Ratschläge zur Wärmedämmung
www.vpb.de/experteninterview-gut-verpackt.html






